Schreiben mit besonderen Hilfsmitteln

Das Thema Drogen wird gemeinhin in der gesellschaftlichen Schmuddelecke verhandelt. Politiker, die eine Liberalisierung der Eigenbedarfsgrenzen oder selbst nur ein Nachdenken darüber einfordern, verbrennen sich die Finger, und das offene Eingestehen vom eigenen Drogenkonsum ist auch nicht gerade anerkannt.

Dass in Berufen, die viel Stress mit sich bringen, gerne mal die Leistung durch verschiedene legale und illegale Mittel gesteigert wird, ist bekannt. Dass auch an Unis gedopt wird, ist ebenfalls nicht neu. Laut einer Studie hat jeder fünfte Studierende während des Studiums schon einmal leistungssteigernde Mittel genommen, bzw. nimmt diese regelmäßig. Dabei geht es aber höchstwahrscheinlich vorrangig um erhöhte Aufmerksamkeit beim Lernen für Klausuren und nicht unbedingt um die Produktion von Texten. Aber genau diese Frage hat sich der Soziologie-Student Lukas Daubner 2013 gestellt: Welche Drogen werden bei der Produktion von Texten genommen und was für Effekte haben sie auf den Schreibprozess? Können sie Schreibblockaden lösen oder kreative Ideen befördern? Oder bewirken sie womöglich das Gegenteil?
Um der Beantwortung dieser Fragen etwas näher zu kommen, hat er mit einer Auswahl von Kommilitonen und Kommilitoninnen gesprochen und gefragt, wie deren Umgang mit Drogen vor dem und/oder im Schreibprozess aussieht. Ich finde, das ist ein nicht uninteressantes Thema, da eigentlich viel zu selten über den Schreibprozess gesprochen wird. Und über die Begleitumstände des Schreibens noch viel weniger.
Um möglicher Sensationsgeilheit den Wind aus den Segeln zu nehmen: es geht hier  um „weiche“ Drogen. Die Bielefelder Studierenden, mit denen Daubner zu tun hatte, ballern sich nicht mit Koks voll, wenn sie ihre Hausarbeiten schreiben. Zumindest redeten sie nicht darüber.
Zum Selbstbild vieler Studierender gehört eine Tasse Kaffee und ein Glas Wein in der Hand. Das Bild des Intellektuellen, der oder die abends bei einem Glas (meistens eher einer Flasche) Wein ein Buch liest oder sich geistig ergießt, ist weit verbreitet. Genauso der kaffeetrinkende Student. Die langen Schlangen vor den Kaffeeständen in der Unihallte deuten ebenso darauf hin wie die Kaffeeflecken, die den Uniboden schmücken.Beide Getränke gehören für viele nicht nur zum Selbstbild, sondern auch zum Schreibprozess. Nicht selten kocht man sich in den Semesterferien vor dem Schreiben einer Hausarbeit erst mal eine Kanne Kaffee – so Daubner aus Eigenerfahrung. Egal ob man müde ist oder nicht. Es ist eine Art Ritual.
Ähnlich ist es bei vielen Leuten, die lieber nachts schreiben. Ein Wein oder ein Bierchen gehören bei einigen selbstverständlich neben das Blatt Papier oder den Laptop. Die Gewohnheiten sind da aber sehr unterschiedlich. Lukas Daubner selbst kann damit kaum etwas anfangen, einige Studierende berichteten jedoch, dass sie am kreativsten sind und die besten Einfälle haben, wenn sie ein bis zwei Gläser Bier oder Wein getrunken haben. Sie erklärten das damit, dass das das Gehirn etwas entkrampft und die verschiedenen, störenden, Nebengedanken ausgeschaltet werden. Außerdem meinten sie, dass sie so vom Alltagsstress ‚runterkommen‘ können.
Fraglich ist, ob das Trinken der Getränke wirklich die beschriebenen Wirkungen hat oder die Ritualisierung desselben den gewünschten Effekt bringt. Und die Gefahr, dass nach dem zweiten Glas Wein zwar der Schreibfluss gesteigert wird, aber die Qualität des Geschriebenen leidet (analog zu der Beobachtung wie sich Gespräche unter Alkoholeinfluss verändern), ist auch nicht zu unterschätzen.
Interessanterweise gibt es unterschiedliches Konsumverhalten in verschiedenen Stadien des Schreibprozesses. Manche der Befragten rauchen gerne einen Joint, um auf gute Ideen für ihre Arbeit zu kommen. Sie erklären das unter anderem damit, dass sie dadurch fokussierter sind, und die Umwelt so weit wie nötig ausblenden können. Wenn sie dann aber ein Thema haben und anfangen zu lesen oder schreiben, würde ein Joint oder ein Bier sie total vom Arbeiten abhalten und gar nicht helfen.
Bei anderen ist es genau andersherum. Die Themenfindung klappt bei ihnen viel besser ohne jegliche Hilfsmittel. Aber um den fast abgeschlossenen Text zu überarbeiten und zu entwirren, hilft ihnen etwas Alkohol oder ein Joint. Dadurch würden sich die selbst produzierten ‚Knoten‘ im Text auflösen und die einzelnen Ideen beziehungsweise Argumente besser heraustreten, berichtete eine Befragte. Eine andere Kommilitonin erzählte, dass ihr das Transkribieren bei etwas Rotwein viel besser von der Hand geht, da ihre Fehlertoleranz dann steigt.
Nicht selten scheint auch das Saufen während des Schreibprozesses, um einmal den Kopf frei zu bekommen und sich eine kurze Pause zu gönnen. Außerdem hätte man dann am dem Besäufnis folgenden Tag eine gute Ausrede nicht arbeiten zu müssen, da der Kater zu stark ist. Quasi eine durch Alkoholkonsum legitimierte Arbeitspause!Interessanterweise hat keiner von den Personen, mit denen Daubner sprach, jemals stärkere Drogen genommen, um effektiver oder kreativer zu schreiben. Wenn es allerdings um das kreative Schreiben (etwa von Romanen) geht, scheiden sich die Geister, was den Einsatz von halluzinogenen Drogen anbetrifft. Verschiedene bekannte Autorinnen und Autoren berichten, dass sie die besten Ideen für ihre Handlungen unter Einfluss von LSD hatten. Dass solche Drogen auch beim Verfassen von wissenschaftlichen Texten helfen, ist aber schwer vorstellbar.
Vorsicht ist geboten, wenn es um pathologisches Verhalten geht. Die Anzahl von Studierenden, die mindestens ein latentes Alkoholproblem hat, ist erschreckend hoch. Nur 10% scheinen gar nicht zu trinken, und im Vergleich zur Gesamtbevölkerung trinken wir doppelt so oft große Mengen Alkohol. Der Umgang von Konsum und Schreiben verändert sich wahrscheinlich erheblich, je nach Gewöhnung. Wenn man nur nach einigen Gläsern schreiben kann, hat man wohl ein Suchtproblem. Geht es, wie hier geschildert, um kleinere Mengen, um sich zu entspannen oder um gute Ideen zu bekommen, ist das bestimmt hilfreich. Ähnliches kann über Cannabis gesagt werden. Wenn man nur stoned Arbeiten kann, ist das Konsumverhalten sicherlich pathologisch.
Hausarbeiten schreiben hat bei vielen auch immer etwas mit Selbstbetrug zu tun. Die Zeit die man vertrödelt bis man wirklich arbeitet, das stundenlange im Internet surfen, bis wirklich mal ein Satz gelesen oder geschrieben wird oder einfach das stumpfe Kopieren ganzer Absätze aus Quellen. Wer mit sich selbst ehrlich ist und sein Schreibverhalten – auch in Bezug auf Drogen – reflektiert, kann dadurch vielleicht Erkenntnisse gewinnen, die dem eigenen Schreiben und damit dem Ergebnis gut tun.

Kann man mit Nischenseiten überhaupt noch Geld verdienen?

Vor sechs oder sieben Jahren zu den besten Zeiten des schnellen SEO-Affiliate-Adsense-Geldes, als jeder zweite Online Marketing-Macher eine eigene Seite hatte und über gutes Google Ranking plus Werbeeinbindung dazu verdiente, gab es viele Erfolgsgeschichten, in denen findige Online Marketing-Leute sich Urlaube oder sogar schöne Häuschen verdient haben. In den letzten Jahren hat sich die Welt für „Made for Adsense“ (MfA) Seiten oder andere SEO-Projekte spürbar verändert. Der Wettbewerb ist in vielen Bereichen härter geworden, Google-Optimierung folgt heute bekanntlich anderen Mustern und erfordert meist andere Tiefe. Dennoch war ich angetan, als  wir über Peer Wandigers nischenseiten-guide.de gestolpert sind.

Es gibt einfach viele witzige Projekt-Ideen selbst wenn es häufig um Kleingeld geht. Das Muster ist ja immer gleich: Idee, Recherche nach dem Suchvolumen, Blick auf die Konkurrenz und los. Wandiger hat spaßeshalber sogar eine Challenge ins Leben gerufen. Innerhalb von drei Monaten müssen die Teilnehmer eine Domain registrieren und die Seite aufbauen – wer am Ende das meiste Geld verdient hat, gewinnt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei cleverer Vermarktung schon zum Start nette Nebenverdienste drin sind – selbst mit den verrücktesten Domains…

 

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Peer Wandiger

Der Blogger Sebastian Czypionka brachte Peer Wandiger 2012 auf die Idee zu einer Nischenseiten-Challenge: „Ich war auf der Suche nach einer Artikelserie oder etwas Ähnlichem, um Einblicke in die Umsetzung einer kleinen Website zu geben“, erzählte Wandiger einmal Online Marketing Rockstars. „Wir haben dann die erste Challenge ins Leben gerufen, um transparent zu zeigen, wie wir Nischenwebsites umsetzen“. Er und Czypionka begleiten ihr Vorgehen öffentlich mit mehreren Artikeln.

Wandiger trat mit poolheizung-solar.de gegen schnell-gesund-zunehmen.de (kein Witz) von Czypionka an. Nach drei Monaten verdiente er über 224 Euro und hatte viele Leser gewonnen. Aus zwei Teilnehmern wurden 2015 dann schon 200 und damit stieg auch das Potenzial für kuriose Ideen. Beim Blick auf die Projekte wird klar, dass das meiste Geld von Adsense und vor allem Amazon Affiliate kommt. So auch bei Peer Wandiger, der mit seiner Seite luftentfeuchter-und-bautrockner.de angetreten war. Er landet mit einem Verdienst von etwa 36 Euro auf den hinteren Rängen. Das bestätigt wohl auch die Meinung des Nischenexperten, der selbst schreibt: „Grundsätzlich kann man von Nischenwebsites leben, aber nicht jeder schafft das.“

Umso kurioser, umso besser

Jetzt kommen wir aber zu den umsatzstärkeren Projekten. Auf Platz 1 landet poolsauger-test.de mit einem Gesamtumsatz von 388,46 Euro in den ersten drei Monaten. Gute Projekte bestehen natürlich über die Challenge hinaus weiter und dürften meistens wachsen. Auf den weiteren Plätzen folgen haengesessel-abc.de und hornhautentferner-test.de – alle mit Einnahmen von über 200 Euro in den ersten Monaten. Weitere Highlights der Redaktion sind der-richtige-kratzbaum.com (Einnahmen: 70 Euro), waschbeckenunterschrank24.com (35 Euro), ziehharmonika24.de (2,30 Euro) und papierschneidemaschine.info (22 Euro). Bei den Beträgen handelt es sich um Umsätze. Nach Abzug der Ausgaben, sieht es für manche Teilnehmer der Challenge düster aus: Die Seite esspressomaschinen-vergleich.net hat z.B. nach eigenen Angaben 6,38 Euro eingenommen und über 480 Euro ausgegeben.

Die Sieger der Nischenseiten-Challenge 2015

Doch was macht der Gewinner mit seinen Poolsaugern (Gewinn: 328,97 Euro) besser als der Espresso-Mann? Die Nische des Verlierers ist einfach schon besetzt. Selbst Chip.de widmet sich Espressomaschinen und landet bei Google vor der Nischenseite. Neben den schwierigen SEO-Voraussetzungen ist auch die Monetarisierung mit Affiliate hier nicht einfach. Amazon-Cookies haben eine relativ kurze Laufzeit von 24 Stunden und Espressomaschinen sind eine teure Anschaffung, die sich viele Kunden lieber länger überlegen. Zu vielen Verkäufen dürfte die Webseite während der Nischenseiten-Challenge nicht beigetragen haben. Ganz anders beim Gewinner. Die Seite poolsauger-test.de liegt bei der Google-Suche nach „Poolsauger“ und „Poolsauger Test“ auf Platz 1. Die Geräte kosten meist deutlich unter 100 Euro – perfekt für Amazon-Affiliate. Adsense scheint gar nicht eingebunden zu sein.

Die Zukunft der Nischenseiten

Nischenseiten-Experte Wandiger macht selbst kaum etwas in Richtung SEO und sieht für die Zukunft der Branche andere Schwerpunkte: „Viel wichtiger sind die Inhalte, die gerade in kleinen Nischen oft reichen, um weit nach vorn zu kommen. Und natürlich gibt es da auch in Zukunft weiter viel Potenzial, auch wenn sich Nischenseiten ebenfalls weiterentwickeln.“ Bei der Entwicklung einer Nischenseite habe SEO Grenzen, die mit Kreativität überwunden werden könnten. „Deshalb denke ich, dass man aktuellen SEO-Trends nicht hinterherlaufen sollte. Die kommen und gehen“, sagt Wandiger. Sein Lieblings-Projekt miniteich-ratgeber.de bei der diesjährigen Challenge zeigt wohl, wohin sich Nischenwebseiten entwickeln sollten, wenn sie Erfolg haben wollen. Dabei handele es sich schon kaum mehr um eine Nischenseite: „Da steckt viel Liebe drin, auch wenn ich manches anders gemacht hätte“, erzählt er Online Marketing Rockstars in einem Interview. Die Macher der Seite haben ein eigenes kleines Maskottchen (einen Frosch natürlich) entworfen und verkaufen T-Shirts und Tassen. Außerdem gibt es eine Geschenke-Tipps-Unterseite und viel Hintergrundwissen zum Thema.

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Typische Nische: Der Miniteich Ratgeber

SEO ist Grundlage, aber nicht entscheidend, Amazon-Affiliate der große Geldbringer und Inhalte zählen am meisten. So könnte die Erfolgsgleichung von Nischenseiten lauten. Um wirklich viel Geld nebenher zu verdienen, solltet Ihr aber entweder ein paar Webseiten gleichzeitig betreiben (nicht zu viele, lieber gut pflegen) oder es braucht eine Menge Glück und Zeit für das große Ding. Eine von Peer Wandigers Webseiten bringt ihm nach eigenen Angaben im Monat zwischen 500 und 700 Euro ein, fünf dieser Sorte bräuchte es also zum Leben. Er weist allerdings darauf hin, dass Einnahmen nicht planbar sind. An Nischen wird es aber nicht mangeln. Die Welt entwickelt sich weiter und letztlich ist jeder neue Trend, jede neue Produktinnovation potenziell eine neue Nische.

15 Schritte zum perfekten Geschäfts-E-Mail

Schritt für Schritt zu einer guten E-Mail

Ich führe Dich Schritt für Schritt durch Deine Mail. Wenn Du dabei auch die Grundregeln achtest, kannst Du am Ende getrost auf den Senden-Button drücken und sicher sein, dass Deine digitale Botschaft effizient ist:

  1. Wähle die richtige E-Mail-Adresse aus.

    Nutze stets die gleiche E-Mail-Adresse für Deinen Geschäftsverkehr. Dabei sollte es sich auch um Deine geschäftliche Adresse handeln. Sobald Du mehrere E-Mail-Adressen vermischst, mal die geschäftliche, mal die private nutzt, kommt der Empfänger durcheinander und Du selbst verlierst auch den Überblick über Deine elektronische Konversation.

  2. Schreibe eine aussagekräftige Betreffzeile.

    Eine gute Betreffzeile zu schreiben ist gar nicht so einfach. Dem Empfänger sollte sofort klar sein, worum es in der E-Mail geht, wenn er Deine Betreffzeile liest. Benenne das Thema und halte den Text kurz. Keine ganzen Sätze! Viele denken, dass eine knappe Betreffzeile unhöflich ist. Im Gegenteil: Eine kurzer Betreff ist zielführender und spart Zeit. Höflich bist Du in der Anrede. Beispiel: Statt zu schreiben „Übersendung des Kurzkonzepts für den Messestand auf der Frankfurter Buchmesse am 08.10.2014“, schreibe lieber „Freigabe: Kurzkonzept für Messestand“. Der Empfänger weiß sofort worum es geht, und was er zu tun hat.

  3. Führe den Schriftverkehr fort.

    Lösche die bisher geschriebenen Nachrichten nicht. Damit gibst Du dem Leser die Gelegenheit, noch einmal runter zu scrollen und etwas nachzulesen, falls noch Unklarheiten bestehen. Es macht auch das Verweisen auf bisherige Fristen und Aufgaben leichter.

  4. Verzichte nie auf die Anrede.

    Auch wenn Du es eilig hast. Eine E-Mail darf zwar kurz sein, aber niemals unhöflich. Vermeide nach Möglichkeit eine anonyme Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ und schreibe Deine Kontaktperson stattdessen persönlich an: „Sehr geehrter Herr Mayer“. Auch ist wichtig, den Namen richtig zu schreiben (Mayer oder Meyer?) und einen möglichen Titel nicht zu unterschlagen. Wenn Dues mit einem Professor und/oder Doktor zu tun hast, dann verzichte auf das „Herr“ und verwende ausschließlich den (ranghöheren) Titel. Herrn Prof. Dr. Müller schreibe demzufolge so an: „Sehr geehrter Prof. Müller“. Hier sind Abkürzungen (Prof., Dr.) also alternativlos. Verzichten solltest Du in jedem Fall auf einen lockeren Einstieg à la „Hey“, „Hi“ oder „Servus“, selbst wenn Du den Geschäftspartner oder Kunden nicht als überkorrekt kennengelernt hast. Dann fährst Du mit einem simplen „Hallo“ deutlich besser.

  5. Beginne immer mit der wichtigsten Information.

    Der erste Satz Deiner E-Mail sollte bereits alle wichtigen Informationen enthalten. Dem Leser sollte sofort klar sein, warum Du ihn kontaktierst.

  6. Verzichte auf unnötige Informationen.

    Liefere nur jene Hintergrundinformationen, die notwendig sind, um Deine E-Mail in einen Kontext zu packen. Diskutiere nie mehr als ein Thema pro E-Mail. Schick lieber zwei E-Mails, wenn Du unterschiedliche Themen besprechen willst. Das ist wichtig, damit der Empfänger Deine E-Mail archivieren kann und auch noch in ein paar Wochen wiederfindet. Bei einem Thema kann die E-Mail einem Ordner oder Stichwort zugeordnet werden und lässt sich so wiederfinden. Bei zwei Themen muss sich der Leser schon entscheiden und es fällt ihm schwer sich hinterher zu erinnern, in welcher E-Mail ihr was besprochen habt.

  7. Strukturiere Deine E-Mails.

    Nichts ist anstrengender für das Auge als ein großer Textblock. Absätze erhöhen die Leserfreundlichkeit. Viele Absätze!

  8. Benutze Aufzählungen.

    Stichpunkte verleihen Deiner E-Mail zusätzlich Struktur. Sie sind überaus praktisch, weil der Leser auf den ersten Blick erkennt, was wichtig ist.

  9.  Halte Deine Sätze kurz.

    Kurze Sätze stellen sicher, dass der Empfänger besser versteht, was Du ihm sagen willst. Verschachtelte Sätze sind mühsam zum Lesen, besonders wenn der Leser nur wenig Zeit hat.

  10. Vergiss nie die Grußformel am Ende.

    Alles andere würde einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen. Ein kurzes MfG ist das Mindeste, wirkt aber trotz der geschäftlichen Natur Deiner Mail extrem förmlich. Gute und bedenkenlose Alternativen sind „Herzliche Grüße“, „Viele Grüße“ oder „Freundliche Grüße“. Auch hier gilt: Die Verabschiedung sollte nicht zu flapsig sein („Bis dann“). Einen sehr guten letzten Eindruck hinterlässt Du, wenn Du Deinem Gruß noch eine persönliche Note verleihst, etwa so: „Viele Grüße aus Wien“ oder „Herzliche Grüße ins winterliche Berlin“.

  11. Überprüfe Deine Kontaktdaten.

    Deine Adresse und die Telefonnummer(n) in der Signatur sollten in jedem Fall auf dem neuesten Stand sein. Andernfalls erreicht Dich Dein E-Mail-Kontakt im Zweifel nicht, was sehr ärgerlich und unprofessionell wäre.

  12. Vereinheitliche das Format.

    Verwenden nur ein einziges Schriftformat und eine Schriftgröße, um Deiner E-Mail ein seriöses Erscheinungsbild zu verleihen. Markiere auf der anderen Seite To-Do’s und Fristen. Hilf dem Auge (des anderen) dabei zu erkennen, was wichtig ist. Fristen, die unbedingt eingehalten werden sollen, kannst Du ruhig fett schreiben. Davon abgesehen solltest Du aber nicht einzelne Passagen willkürlich fetten oder kursiv schreiben.

  13. Achte darauf, korrekt zu formulieren.

    Es wirkt unprofessionell, wenn Du eine E-Mail voller Rechtschreib-, Punkt- und Kommafehler verschickst, auch wenn es sich nur um Tippfehler handelt. Dazu zählt auch eine korrekte Groß- und Kleinschreibung, die heutzutage oftmals vernachlässigt wird. Nimm Dir die Zeit, den Text noch einmal kurz Korrektur zu lesen, bevor Du ihn versendest. Bei Bedarf verwende dazu einfach ein Online-Rechtschreibprogramm wie jenes von Duden.

  14. Checke  die Adresszeile, bevor Du „Senden“ drückst.

    Es ist schon passiert, dass eine E-Mail, die an den Kollegen gehen sollte, versehentlich an einen Kunden oder an alle geschickt wurde.

  15. Bringe Deine E-Mail auf den Weg.

    Wenn Du alles beachtet hast, steht dem Versand Deiner E-Mail nichts mehr im Weg. Übrigens hast Du in vielen Mail-Programmen auch die Möglichkeit, Deine elektronische Post zeitversetzt zu versenden. Das bietet sich zum Beispiel an, wenn Du Deine Mail schon am Sonntag verfasst, aber erst am Montag verschicken willst.

Das 1×1 des E-Mail-Schreibens

Kaum hast Du morgens den Computer gestartet, läuft eine E-Mail nach der anderen ein. Im Durchschnitt erhält jeder Arbeitnehmer täglich 30 bis 40 E-Mails. Bei Führungskräften sind es sogar noch mehr. E-Mails ermöglichen eine schnelle und kompakte Kommunikation, ohne sie geht es in den meisten Berufen längst nicht mehr. Mit ihnen aber auch nicht: Nicht wenige Arbeitnehmer empfinden E-Mails inzwischen als richtige Zeitkiller. Die ständige Unterbrechung hindert sie daran, produktiv zu arbeiten. Das führt zu Stress und Erschöpfung, und am Ende hat man das Gefühl dem eigenen Zeitplan hinterher zu hinken. Deswegen zeige ich Dir hier und heute, wie Du besser mit E-Mails und dem Schreiben von E-Mails umgehen…

E-Mails: Neues Leseverhalten

E-Mails schreibenSchon vor einigen Jahren hat Eric Horvitz herausgefunden, dass Mitarbeiter im Schnitt 15 Minuten brauchen, um sich nach der Unterbrechung durch eine E-Mail wieder auf Ihre Aufgabe zu konzentrieren. Mit dieser Information werden die 20 oder mehr E-Mails pro Tag auf einmal zu einem echten Produktivitätskiller.

Hinzu kommt: Mithilfe von E-Mails kommunizierst Du mit Kunden, Dienstleistern, Deinen Kollegen und Vorgesetzten. Mit der Zeit, besonders in den letzten Jahren, hat sich jedoch die Art, wie E-Mails gelesen werden, verändert. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen E-Mails nur am Computer gelesen wurden. Heute werden E-Mails mehrheitlich auf dem Smartphone gelesen. Man ist in der Lage immer und überall darauf zuzugreifen, ob in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder an der Supermarktkasse.

Das neue Leseverhalten beeinflusst aber auch, wie E-Mails geschrieben werden: Es gilt Mails so zu verfassen, dass diese sowohl im Büro gelesen werden können, als auch zwischendurch auf einem mobilen Endgerät.

So werden aus Mails keine Vendettas

Eine E-Mail ist schnell geschrieben und genauso schnell beantwortet. Doch schnell ist nicht gleich gut. Eine flüchtig versandte Anfrage hier, eine impulsive Reaktion dort, ein paar Tippfehler und fehlender Stil – schon entsteht beim Empfänger ein negatives Bild vom Verfasser und damit womöglich ein beginnender Konflikt. Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der E-Mail, mehr Emotionen auszulösen als sie de facto enthält.

E-Mails können viel, aber eben nicht alles. Bevor ein Konflikt vollends eskaliert, achten Sie bitte auf folgende Indizien, dass Du lieber zum Telefonhörer greifen solltest:

  • Wenn Du emotional noch immer auf 180 bist.
  • Wenn Du der Person vor dem Konflikt noch nie persönlich begegnet bist (und der- oder diejenige Dich und Deine Worte infolge dessen schwer einschätzen kann).
  • Wenn Euer Mailwechsel schon mehr als dreimal hin und her gegangen ist, ohne dass sich der Streit klären ließ.
  • Wenn Deine E-Mail (oder die des anderen) den gesamten Bildschirm ausfüllt. Dann ist der Konflikt offensichtlich zu komplex, als dass er sich mit ein paar Zeilen lösen ließe.

Für all diese Fälle gilt: Vermeide ab hier alles, was vom Empfänger als aggressiv, misstrauisch oder herabwürdigend gewertet werden könnte. Rufe denjenigen direkt an, mit ruhiger Stimme. Sag, dass hier offenbar ein Missverständnis vorliegt und klärt es auf. Besser aber noch: Suche das Vier-Augen-Gespräch.

Mailen: Beruflich oder privat?

Zunächst einmal macht es natürlich einen Unterschied, ob Du Deinem Geschäftspartner eine elektronische Post übermittelst oder Deinem besten Freund. Eine Mail geschäftlicher Natur schreibst Du ja in keinem Fall ohne Grund. Du willst vielmehr…

  • Dein Anliegen in der E-Mail klar und unmissverständlich kommunizieren.
  • Deinen E-Mail-Partner über wichtige Fakten oder Entwicklungen informieren.
  • einen guten Eindruck hinterlassen.

Um mit Deiner E-Mail möglichst schnell ans Ziel zu kommen, sollten gewisse Spielregeln eingehalten werden:

  1. Tipp: Halte Dich kurz

    Schreibe E-Mails nach der Maxime: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Verzichte auf lange Ausführungen und verschachtelte Sätze. Diese kosten Dich viel Zeit beim Schreiben und Deinen Empfänger beim Lesen. Außerdem ist es anstrengend, lange E-Mails auf einem Smartphone zu lesen. Die meisten werden solche Briefe erst gar nicht lesen.

  2. Tipp: Drücke Dich klar aus

    Verzichte auf übermäßig viele Fremdwörter, Denglisch-Wortschöpfungen und überbordendes Fachchinesisch. Klare Sprache und kurze Sätze machen es dem Empfänger leichter. E-Mails sind keine Romane und auch keine Gedichte (berufliche Mails jedenfalls nicht). Du solltest in Deiner E-Post schnell und mit verständlichen Worten auf den Punkt kommen.

  3. Tipp: Bleibe freundlich

    Auch aus E-Mails kann man einen höflichen oder weniger höflichen Tonfall herauslesen. Wenn Du zum Beispiel unnötig viele Ausrufezeichen oder gar mehrere Rufzeichen hintereinander setzt, kommt das beim Empfänger wie ein lautes Schreien an. Eine höfliche Anrede und eine freundliche Verabschiedung sind ohnehin Grundvoraussetzungen. Und wenn sich in Deine E-Mail viele Fehler eingeschlichen haben (falscher Name, Rechtschreibung etc.), signalisiert das mangelnde Gründlichkeit – und dass Dir der Empfänger anscheinend die Mühen nicht wert war.

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